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Behandlungsfelder Erwachsene

Stimmstörungen

Stimmstörungen bei Erwachsenen könne organische, funktionelle oder psychische Ursachen haben. Mögliche Kennzeichen einer Stimmstörung sind z.B. eine Veränderung des Stimmklanges, Missempfindungen oder eine eingeschränkte Belastbarkeit der Stimme. Im Extremfall kann sogar eine Aphonie (Stimmlosigkeit) auftreten.

Neben der Sprechstimme kann auch die Singstimme gestört sein. Jede länger andauernde Heiserkeit sollte ärztlich untersucht werden.

Organische Dysphonie

Organische Stimmstörungen liegen vor, wenn es zu einer Veränderung im Bereich des

Stimmapparates (Kehlkopf) gekommen ist, die den normalen Funktionsablauf behindert. Dies können Tumore, entzündliche Erkrankungen des Kehlkopfes, Fehlbildungen oder Stimmlippenlähmungen sein.

Nach einer der Störung entsprechenden eingehenden Diagnostik werden gemeinsam mit dem Patienten individuelle Therapieziele festgelegt, wobei immer die Wiederherstellung und Stabilisierung der stimmlichen Kommunikationsfähigkeit im Vordergrund steht.

In einer Einzelbehandlung wird mit dem Patienten in den für die Stimmgebung relevanten Bereichen Atmung, Wahrnehmung, Haltung/Tonusregulierung, Artikulation und Phonation (Stimmgebung) gearbeitet.

Die dabei angewandten Therapiemethoden, wie z.B. gezielte Übungstechniken oder eine Behandlung nach Brondo, werden auf den Patienten und das Störungsbild abgestimmt.

Funktionelle Dysphonie

Von funktionell bedingten Störungen der Stimme sind häufig Menschen mit sprechintensiven Berufen betroffen. Die Stimme kann heiser, rau, gepresst oder verhaucht sein. Oft zeigen sich auch ein erhöhtes Sprechtempo, hörbare Atemgeräusche und Missempfindungen wie Kratzen, Trockenheits- oder Kloßgefühl im Hals. 

Nach einer der Störung entsprechenden eingehenden Diagnostik werden gemeinsam mit dem Patienten individuelle Therapieziele festgelegt, wobei immer die Wiederherstellung und Stabilisierung der stimmlichen Kommunikationsfähigkeit im Vordergrund steht.

In einer Einzelbehandlung wird mit dem Patienten in den für die Stimmgebung relevanten Bereichen Atmung, Wahrnehmung, Haltung/Tonusregulierung, Artikulation und Phonation (Stimmgebung) gearbeitet.

Die dabei angewandten Therapiemethoden, z.B. aus der Akzentmethode oder dem funktionalen Stimmtraining, werden auf den Patienten und das Störungsbild abgestimmt.

Psychogene Dysphonie

Psychogene Dysphonien können sehr plötzlich als Folge von Konflikt- und Stresssituationen auftreten. Es kann zu einer stark gestörten Stimmgebung bis hin zu einer völligen Stimmlosigkeit kommen, bei der der Patient nur noch flüstern kann. Eine organische Ursache liegt nicht vor. 

Nach einer eingehenden Anamnese wird mit dem Patienten ein aufklärendes Gespräch zur Verdeutlichung der Zusammenhänge zwischen Stimme und Psyche geführt. Verschiedene Übungen trainieren die Eigenwahrnehmung des Patienten, die Voraussetzung für die Verbesserung der Stimmqualität ist. Ziel ist ein möglich schnelles Erreichen einer ökonomischen und entspannten Stimmgebung.